Girls Day Tag 2010



Ich wurde schon kurz vor 00:00Uhr geweckt. Um 00:30Uhr sind wir am Platz losgefahren.

Vor Beginn der Fahrt muss der Fahrer seine Papiere aus seinem Fach holen. Er muss im LKW die Fahrerkarte (oder bei älteren Modellen noch eine Tachoscheibe) einlegen. Auf der Fahrerkarte wird bespeichert, wie schnell der Fahrer fährt, wann er seine Pausen macht und wie seine Lenkzeiten sind.
Es gibt genaue Vorschriften wie lange ein Fahrer fahren darf, um dann eine Pause einlegen zu müssen. Und auch wann er nach Feierabend wieder Anfangen darf zu Arbeiten.

Von Dorsten aus ging es nach IKEA Dortmund, Europalager. Dort wurde der alte Trailer oder Auflieger („Anhänger“) abgestellt und der neue Auflieger, der mit der Ware bestückt ist, mitgenommen.
Nun ging es nach Zaventen (Belgien) auch ein IKEA Wahrenhaus. Um 5:10 Uhr sind wir dort angekommen. Wir sind über Holland nach Belgien gefahren.
In Deutschland muss man auf den Autobahnen Maut bezahlen. Das wird über ein Mautgerät, welches sich im LKW befindet, automatisch abgebucht. In Holland muss man eine Autobahnvignette kaufen. Die kann man Wahlweise Wochen oder Tage weise kaufen.
In Zaventen mussten wir uns dort melden und bekamen gesagt, an welche Rampe wir zum entladen fahren müssen.
Um 7:30 Uhr waren wir fertig entladen und durften nach Antwerpen in den Hafen fahren. (Belgien)
Den Hafen finde ich sehr spannend. Überall große Schiffe, große Kräne, die die ganzen Container be- und entladen

Bei der Firma in Antwerpen wurden wir mit Edelstahl beladen. Die Firma bekommt das Metall aus aller Welt angeliefert und von dort aus, wird es weiter transportiert

Gewicht mäßig waren wir voll beladen. Wir hatten 27 dieser Edelmetall-„Päkchen“
Der Wert der Ladung betrug im Übrigen 750 000€.
Die Ladung mussten wir nach Duisburg (Deutschland) liefern.
Bei der Firma in Duisburg wird das Edelmetall eingeschmolzen und weiterverarbeitet
 
Angaben zu unseren LKW
Kopf Höhe: 3,90m
Kopf Breite: 2.50m


Auflieger Höhe: 3,90m
Auflieger Breite: 2,50m


Gesamt Länge: 18,00m

Gewicht (K.A leer): 13,00t
Gewicht (K.A. voll): 40,00t


Maximale Geschwindigkeit:80km/h


Es ist auch eine Menge Handarbeit dabei. Die Arbeit besteht nicht nur aus dem Fahren vom einen zum anderen Ziel. Wobei das Fahren auch schon anstrengend ist, überhaupt Nachts und weite Strecken. Man benötigt auch Handschuhe, Sicherheitsschuhe und Warnweste.
Je nach Ladung muss man nur hinten die Türen vom Auflieger öffnen, oder die Seiten; oder aber man wird von oben mit einem Kran beladen, dementsprechend muss man dann das Dach öffnen.
Man muss auch die diversen Ladungen sichern. So gibt es zB Kantenschohner, Antirutschmatten und Gurte.
Bei dem Edelmetall mussten wir die Ladung mit Gurten sichern

Kurzes Interview mit dem Fahrer Michael Giel

Ann-Christin: Wie lange war deine längste Tour?

Michael Giel: Die ging nach Süd-Spanien, 3 Tage

Ann-Christin: Was war das zerbrechlichste was du gefahren hast?

Michael Giel: Das war Glas. Weingläser, Sektgläser, etc.

Ann-Christin: Hast du schon mal Spielzeug für Mädchen gefahren?

Michael Giel: Ja, da habe ich Puppen transportiert.

Ann-Christin: Hast du auch schon Spielzeug für Jungen transportiert?

Michael Giel: Ja, das waren Matell Spielzeugautos.

Ann-Christin: Was hast du sonst noch so an Waren gefahren?

Michael Giel: Ware von IKEA, Altpapier, Reis, Katzenfutter, Getränke, Kartoffeln Stahlrohre
Und noch vieles mehr.



Der Beruf des Kraftfahrers ist eigentlich sehr schön. Mir machte es Spaß dabei mit zu fahren. Es ist toll wie so jemand ein so großes Fahrzeug so sicher fährt und so Punktgenau an die Rampen ansetzten kann.
Es ist bestimmt auch an manchen Tagen sehr anstrengend




Ann-Christin
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